Nebbiolo

Weltweit steht Italien für hervorragende Weine – das hat das Land sicherlich auch der Rebsorte Nebbiolo zu verdanken. Zwar wird er nur auf etwa einem Prozent des italienischen Anbaugebietes kultiviert, bringt allerdings solche Spitzenqualität hervor, dass er maßgeblich für den guten Ruf italienischer Weine verantwortlich ist.

barolo

Sonnendurchflutete Nebbiolo-Beeren aus Italien bedeuten für den Weintrinker: Sonnenstrahlen direkt auf dem Gaumen zu schmecken.

Weinanbaugebiete und Verbreitung des Nebbiolo, Barolo und Barbaresco

Die Rebsorte Nebbiolo ist mit mehr als 5000 Hektar Anbaugebiet im Piemont und Veltlin die wohl wichtigste Rebsorte für Rotwein in diese Region. Unter den Herkunftsbezeichnungen Barolo und Barbaresco ist der Wein für sein vielschichtiges Bukett bekannt und gilt als Spitzenwein. Schon der Name verrät, dass es sich hier um eine Rebsorte der Spätlese handelt, die zusätzlich die allerbesten Lagen verlangt, um gut gedeihen zu können. Sehr kalkhaltiger Mergel aus der Tertiär-Zeit bildet die Grundlage im Boden für das gute Gedeihen der Rebsorte. In elf Gemeinden des Barolo-Gebietes wird der Wein auf Süd- und Südwesthängen angebaut. Barbaresco ist das zweite, wichtige Anbaugebeit für Nebbiolo in Italien.

Charakteristik des Weins

Spitzenweine des Nebbiolo erkennt man an der dichten, rubinroten Farbe und dem Duft von Teeblättern, Gewürzen, Rosen und ab und an ein wenig Teer. Je Älter diese Weine werden, desto weicher und süßer sind sie. Unterschiedliche Lagen führen aber auch geschmacklich zu verschiedenen Noten. So sorgt der hohe Mangan- und Magnesiumgehalt in den Böden rundum La Morra (Barolo) für ein sehr starkes Bukett mit schmeckbarer Lakritznote. Vorgeschrieben ist beim Barolo, neben 100 Prozent Nebbiolo-Beere, auch noch zwei Jahre Fassausbau und ein Jahr Reifung in der Flasche. Aber auch in anderen Anbaugebieten ist er sowohl als sortenreiner Wein oder Verschnitt Grundlage für viele DOC- und DOCG-Weine.

Erlesene Sorten zu besonderen Anlässen

Entscheidet man sich für einen Barolo oder Barbaresco, kommt man nicht umhin, ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen. Diese Weine sind aufgrund der hohen Qualität und begrenzten Menge nicht nur beliebt, sondern auch etwas teurer.

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