Weißwein Rebsorten

Die Reben, aus denen Weißwein gekeltert wird, gehören zu der Gattung Vitis Vinifera. Ein Weißwein kann von weißen, hellroten und auch grünen Trauben stammen, denn die farbgebenden Pigmente der Schale haben keinen Einfluss auf die endgültige Farbgebung des Weins. Durch die Extraktion der farbigen Schale kann der Winzer aus dem hellen Fruchtfleisch der Reben einen Wein mit hellgelber Farbe keltern. Die jeweiligen Rebsorten sind für das Aroma, den Geschmack und den Alkohol- sowie Tannin-Gehalt verantwortlich. Im Gegensatz zum Rotwein, hat der Weißwein einen geringen Histamin-Gehalt. Zu den wichtigsten weißen Rebsorten zählen unter anderem Chardonnay, Riesling und Sauvignon Blanc.

Weinfalsche mit Meer im Hintergrund

Weißwein schmeckt am besten, wenn es draußen schön warm ist und er selbt kühl – die pure Frische aus dem Glas. Im Winter zeigt er sein Potential durch Erzeugung innerer Hitze – ein Alleskönner.

Anbaugebiete des Weißweins

Weiße Weinsorten werden praktisch in Weinanbaugebieten auf der ganzen Welt angebaut. Um die idealen Bedingungen für den Weinbau zu garantieren kommt es auf das Terroir, die Wachstumsbedingungen an einem Weinberg an, in dem spezielle chemische und physikalische Naturbedingungen gegeben sein müssen. Im Gegensatz zu roten Rebsorten, werden die weißen Trauben jedoch vorwiegend in kühlerem Klima kultiviert, da die hellen Reben nicht auf Wärme und Sonne angewiesen sind. Weiße Rebsorten werden früh gepresst, was wiederum dazu führt, dass der Reifegrad der Tannine eine untergeordnete Rolle spielt und weiße Trauben vor der phenolischen Reife, bei der die geschmacksbildenden Inhaltsstoffe ausgereift sind, verarbeitet werden. In den gemäßigten Anbaugebieten Europas wie Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz, liegt der Anteil der angebauten weißen Rebsorten über 50 Prozent. Auch im vorzugsweise warmen Spanien liegt der Anteil der Anbaugebiete mit Weißweinsorten relativ hoch, da die weißen Reben vorwiegend zu Schaumwein, dem Cava, verarbeitet werden.

Weinbereitung: Weinlese und Zeit der Reife

Die Kelterung der weißen Rebsorten ist im Gegensatz zu den roten Reben nicht so aufwendig. Bei der Weinlese kommt es darauf an welches Endprodukt der Winzer erreichen will. Für das Aroma und  die Zusammensetzung von Säure und Alkohol ist der Reifegrad der Reben entscheidend. Wenn das Terroir gute Eigenschaften aufweist, ist die phenolische Reife dann erreicht, wenn die Trauben ihre physiologische Reife vollendet haben. In diesem Fall ist der Zucker- und Säuregehalt im Gleichgewicht und die Schale der Beeren wird immer weicher und geht farblich in einen Gelbton über. Um besonders trockene, weiße Weinsorten zu gewinnen, müssen die Reben schon vor der absoluten Reife geerntet werden. Dann ist der Zucker-, sowie Alkoholgehalt im Gleichgewicht. Reifen die Beeren dagegen weiter nimmt der Säuregehalt ab, der Zuckergehalt jedoch zu, was zu einem hohen Mostgewicht führt und besonders gut für die Herstellung eines süßen Dessertweins geeignet ist. Die Weinlese findet entweder mit maschineller Hilfe statt oder, wie im Fall des sehr empfindlichen Qualitäts –Schaumweins, manuell.

Gute Weißwein Weinsorten

Bei den Weißwein-Varianten muss zwischen trockenen und süßen Sorten unterschieden werden. Eine trockene Weißweinsorte zeichnet sich durch einen Zuckergehalt unter 4 Gramm pro Liter aus. Zu den trockenen Weißweinsorten zählen unter anderem der Riesling aus Deutschland, der zu den noblen Rebsorten gehört, sowie der Sauvignon Blanc, der klassischerweise aus Frankreich stammt und eine kräftige Säure aufweist. Das Aroma der trockenen Weißweine kann von aromatisch bis neutral variieren.

Im Gegensatz zu den trockenen Weißweinen ist die Vielfalt an restsüßen Weinen aus der hellen Rebsorte relativ groß.  Durch eine späte Lese der Beeren wird ein natürlicher Restzucker erhalten. Eiswein wiederum macht sich die Edelfäule auf den Weinreben zunutze, die als Grauschimmel auf den reifen Beeren der hellen Reben entsteht.

Der Reifegrad der Trauben lässt sich auch über die Helligkeit des Gelbtons erkennen. Je dunklerer  der Weißwein, desto reifer waren die verarbeiteten Reben.

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