Schwarzriesling

Der Name ist irreführend, denn Schwarzriesling ist nicht etwa die Rotwein-Rebsorte des so bekannten Rieslings. Der Name wurde der Rebe nur verliehen, weil Traubenform und späte Reife beider sehr ähnlich sind. Eigentlich ist der Schwarzriesling ein Mutant des Spätburgunders. In Deutschland sind auch die Begriffe Müllerrebe und in Frankreich Pinot Meunier für diese Rebsorte gebräuchlich. Etwas beständiger als Spätburgunder ist er unter anderem spätfrostunempfindlich. Außerdem ist Schwarzriesling grundlegender Bestandteil von Champagner.

farbe-rot

Das ist nur eine Farbe des ganzen Schwarzriesling-Spektrums.

Anbaugebiete und Verwendung

In Deutschland geht die Hektarfläche, auf der Müllerrebe angebaut wird, zunehmend zurück. Nur ein sehr geringer Prozentteil (unter 3%) wird damit bepflanzt. Zwar ist der Wein gegenüber dem Spätburgunder weniger anspruchsvoll und wächst vor allem auf Löß-Lehm-Böden sehr gut, jedoch ist die Qualität des Mosts nicht so gut, wie die des Spätburgunders.

Dafür ist der Wein wesentlicher Bestandteil von Champagner und nimmt in dieser Region rund 30 Prozent der Anbaufläche ein. Auch in Australien und Kalifornien dient er als Grundlage, um mittels Flaschengärung Champagner-ähnliche Cuvées herzustellen.

Geschmack des Weins

Farblich bewegen sich die Weine in einem Spektrum zwischen rubinrot und ziegelrot. Das fruchtige Aroma ähnelt dem Spätburgunder. Scharzrieslinge gibt es sowohl als trockene Rotweine, aber auch als süßere Dessert-Weine, etwa als Spätlese oder Kabinettwein.

Foto: riekephotos / shutterstock.com